Wieder tödliche Schüsse im “autonomen Staat in Seattle” – erneut stirbt Jugendlicher

Erst letzten Samstag starb im "autonomen Staat CHOP" in Seattle ein 19-Jähriger nach einer Schießerei, ein 14-Jähriger wurde dabei schwer verletzt. Nun fielen in dem Gebiet abermals tödliche Schüsse. Die Polizeichefin von Seattle, Carmen Best, spricht von zahlreichen Verbrechen in CHOP: von Überfällen, Vergewaltigungen bis hin zu tödlichen Schießereien. Sie fordert von den Demonstranten, das Gebiet zu verlassen.

Nun wurde ein 16-jähriger Junge getötet und ein weiterer Teenager durch Schüsse verletzt. Ereignet hat sich der jüngste Vorfall am frühen Montag in der "besetzten" Protestzone von Seattle.

Im östlichen Bezirk der Stadt halten Widerständler und – laut dem US-Präsidenten auch Extremisten – seit Wochen ein Gebiet rund um eine verlassene Polizeistation besetzt. Die Polizei hatte das Revier nach Unruhen und Zusammenstößen mit Demonstranten, die gegen Rassismus protestierten und ein Ende der Polizeibrutalität forderten, verlassen.

Wie Zeugen berichteten, sahen sie kurz vor der Schießerei einen weißen Jeep in der Nähe einer der von Protestlern errichteten Absperrungen um die autonome Zone gegen 3 Uhr morgens, hieß es in einer Polizeierklärung.

In Notrufen war die Rede von mehreren Personen, die Schüsse auf das Fahrzeug abgegeben hätten. Die Polizei teilte mit, dass zwei Personen, bei denen es sich wahrscheinlich um die Fahrzeuginsassen handelte, von sogenannten CHOP-Medizinern in ein örtliches Krankenhaus transportiert wurden.

Einer der beiden Opfer, ein 16-Jähriger sei im Harborview Medical Center für tot erklärt worden, so die Polizei. Das zweite Opfer, ein 14-Jähriger, wurde mit Schussverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Wir hatten mehrere andere Vorfälle – Übergriffe, Vergewaltigungen, Raub und Schießereien, und deshalb ist das etwas, was sich ändern muss, sagte die Polizeichefin von Seattle, Carmen Best.

Bei der vorangegangenen tödlichen Schießerei in der Zone wurde am 20. Juni ein 19-Jähriger getötet und ein 33-jähriger Mann verwundet.

Bürgermeisterin Jenny Durkan sagte letzte Woche, dass die Stadt versuchen werde, das Gebiet, das als "Capitol Hill Organized Protest" bezeichnet wurde, abzubauen. Anfangs befürwortete sie noch die Zone und war von US-Präsident Donald Trump scharf dafür kritisiert worden. Mitarbeiter der Stadt versuchten am Freitag, die Grenzbarrieren zu beseitigen, die um die besetzte Zone errichtet worden waren, stellten ihre Arbeit jedoch ein, nachdem die Demonstranten dagegen protestiert hatten.

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