Frankreich: Protest der Gelbwesten mündet erneut in Gewalt

Bei einem Aufmarsch der "Gelbwesten" kam es am Samstag in Montpellier zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Bereitschaftspolizei. Nach Angaben der Polizeipräfektur wurden mindestens 21 Personen verhaftet und drei Polizisten verletzt. Die Zusammenstöße konzentrierten sich auf den Place de la Comédie, wo sich rund 1.000 Menschen mehr als vier Stunden lang weigerten, die Straßen zu räumen.

Laut der Nachrichtenagentur AFP kam es am Rande der Demonstration mit 1.600 Teilnehmern zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein.

Zunächst verlief die Demonstration mit rund 700 Teilnehmern friedlich. Später schlossen sich aber rund 500 Mitglieder des sogenannten Schwarzen Blocks, die aus Toulouse, Lyon und dem Großraum Paris angereist waren, dem Protestzug an.

Sie besprühten und beschädigten die Schaufenster mehrerer Geschäfte und einer Bank und steckten einen Abfalleimer in Brand. Einige Demonstranten bewarfen Polizisten mit Pflastersteinen.

Die "Gelbwesten" protestieren seit über einem Jahr gegen die Reformpolitik von Staatschef Emmanuel Macron. Die Bewegung, deren Mitglieder gelbe, gut sichtbare Jacken tragen, widersetzt sich dem Status quo in Frankreich und sieht den französischen Präsidenten Emmanuel Macron als Stütze der Elite auf Kosten der einfachen Bürger.
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